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„I am a grand pervert“
Quote of my interview with
Marilyn Manson
„I think anything that is not already existing in nature to the human eye is a perversity. So, essentially everything that I paint is a perversity but that’s essentially the creation of art. If someone takes a photograph or paints somethings that looks exactly like what you see with your eye, then you’re just simply documenting reality. But if you create something that is your opinon of reality it is a perversion, it’s a perversion of nature. In that sense, I am a grand pervert, but I don’t think it’s a negative thing.“
(Vienna, 28.06.2010)

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London, Ende März. Ich zog die Vorhänge auf, ließ dieses silbrige Licht herein, Licht eines Tages, aus Blei gegossen. In der Tate Modern schaute ich mir Gilbert&Georges-Mega-Ausstellung an – die Abwesenheit von Frauen!
Abends das Dinner im Berkeleys Hotel, Knightsbridge. Davor Vernissage im White Cube am Mansion Square: Andreas Gursky.

Es war übervoll. Andreas begrüßte mich sehr nett. Mit Sven Väth, dessen Freundin und deren Mama mit neuem Mann, einem Wiener Banker, sowie einem Wiener Steuerberater und dessen blondlockiger Frau ließ sich Andreas vor den „Boxenstopps“ fotografieren. Dann ging´s hinauf zu den „James Bond Islands“ und schließlich ins Penthouse, Jay Joplings Office mit großer Dachterrasse. Darauf eine Damien Hirst Bronze. Neben dem Schreibtisch ein Damien Hirst Schmetterlingsbild. Oben gab’s Champagner.

Drei Gäste saßen bereits im Penthouse. Unter anderem Julia Stoschek, die neue Freundin von Gursky. Sie trug eine Frisur wie lateinamerikanische Turnierstänzerinnen. Knallschwarz gefärbtes Haar, streng nach hinten gekämmt, zu einem zwei- oder dreifach geknoteten Pferdeschwanz. Hohe Hacken, rote Sohlen, Louboutin. Halblange schwarze Hosen und ein Stück Seidenstoff in Schwarz-Weiß, einen Hauch Farbe um die Brust bis zur Hüfte. Sehr luftig und teuer. Antonio trug einen Nutria-Mantel, darunter ein Hemd aus Schnürsenkeln gestrickt, zur Lederhose – er war Aufsehen erregend! Fräulein Stoschek streichelte zu fortgeschrittener Stunde das Fell und bewunderte ihn wie zuvor schon viele andere dies taten. Champagner gab’s wie alles for free, sodass Antonio gegen 4.00 Uhr kotzte. Er kotzte all die Red Bulls und Wodka-Oranges wieder aus und das leckere dreigängige Menü aus dem Berkeleys.

Sven Väth streichelte die Schnürsenkeljacke, als Antonio sie ihm um 3.00 Uhr im Nachtklub „Aura“ zum Anprobieren gab. Um 3.15 Uhr war die Party over. Sven Väth hatte aufgelegt, er war blau und leider beschissen drauf! Zuvor ein irres Geschiss um seine Schwiegermutter, die nur unbedeutend älter aussah als ihre Tochter, seine Freundin. Designerin aus Wien – Schmuck Design.
Wolfgang Tillmans, der mit seinem dänischen boyfriend Anders sowohl beim Essen als auch im „Aura“ war, zückte seinen Fotoapparat und machte Fotos von Sven Väth. Er fotografierte auch mich und Antonio.  Tracy Emin war auch da. Es waren insgesamt 170 Gäste an 19  Tischen! Ein rauschendes Fest!
(London, 22.03.2007)